Simone Neuber

Privatdozentin · Institut für Philosophie · Universität Jena
Vertretungsprofessorin für Praktische Philosophie · PH Schwäbisch Gmünd
Porträt von Simone Neuber
Forschung

In meiner Forschung interessiert mich unsere erkennende (und praktisch manifeste) Selbst- und Weltbeziehung – vor allem dort, wo sie Störungen unterliegt, die auf soziale Präformationen einerseits, aber auch auf eine gewisse „Erkenntnisunlust“, Bedürfnisse oder affektiv strukturierte Widerstände andererseits verweisen.

Philosophiehistorisch recht weit ausgreifend und vielfältig wurde meine Forschung vor allem durch mein Interesse an unterschiedlichen Kategorisierungsweisen derartiger „Störungen“ (oder, wie man etwas vollmundig sagen kann: an unterschiedlichen Modellen epistemischer Unfreiheit) – und durch das damit verbundene Anliegen, kategoriale Vorannahmen, die die Phänomenbestimmung und daran anschließende Diskussionen prägen können, kritisch mitzureflektieren.

Dass vielfach religionsphilosophische Themen – oder sogar hamartiologische Fragen – in meiner Arbeit aufbrechen, liegt daran, dass ich in solchen Reflexionen philosophisch aufschlussreiche „Ausdrucksmöglichkeiten und Sensibilitäten für verfehltes Leben, für gesellschaftliche Pathologien, für das Misslingen individueller Lebensentwürfe und die Deformation entstellter Lebenszusammenhänge“ (Habermas) finde.

Besonders oft gilt mein Augenmerk Autoren, die der Ansicht sind, dass – ungeachtet aller Widrigkeiten – ein fundamentaler Wahrheitsbezug anzunehmen bleibt (der etwa die Möglichkeit der Kritik fundiert oder bestimmte Überzeugungen gegenüber anderen auszeichnen soll). Die Frage, wie ein solcher Wahrheitsbezug jeweils fundiert wird, führt mich zu theoretisch interessanten Implementierungen: beispielsweise zu einem „Gewissen“, zu Konzeptionen einer präreflexiven Selbstbeziehung oder zu Modi der Erschlossenheit, die Stimmungen oder sentiments eine zentrale Rolle zubilligen.

Weil sich im Anschluss die Frage stellt, welche Formen erkennender Selbst- und Weltbeziehung dem guten Leben inwiefern zuträglich oder abträglich sind und ob und wie fundamentale „Selbsttäuschungen“ und Selbstverfehlungen behoben werden können, werden unter anderem epistemische Normen und Tugenden relevant – sowie freiheitstheoretische Fragestellungen und Konzeptionen „therapeutischer“ Interventionen.

Stichworte, unter die meine Forschung fallen kann:
Praktische PhilosophiePhilosophische AnthropologiePhänomenologieGeschichte der PhilosophieSelbstwissen und SelbsterkenntnisBewusstseinstheorieFreiheitstheorieHandlungstheorieReligionsphilosophie

Ausführlicher: Einige Aspekte meiner (vor allem jüngeren) Forschung

a) Selbsttäuschung?

Eigentlich wollte ich mit meiner Habilitationsschrift zur aktuellen Debatte um die „Rätsel der Selbsttäuschung“ beitragen – aus Sartre’scher Perspektive. Der Plan war in gewisser Weise aporetisch: Denn wenn Sartres Konzeption der mauvaise foi ernst genommen wird, ist sein Beitrag zur Debatte revisionistisch, weil Sartre meint, dass der konzeptuelle Rahmen der (Fremd-)Täuschung, des Betrugs oder der willentlichen Illusionen die Sache verfehlt. Zu der Sache selbst führt aus Sartres Perspektive einzig der kategoriale Rahmen des „Glaubens“ – oder eben der mauvaise foi.

Liest man Sartre als jemanden, der in der Sache – wenn auch nicht „historisch“ – kategoriale Bedenken gegenüber der gegenwärtigen Debatte artikuliert, zeigt sich beim Blick auf die Tradition, dass er in guter Gesellschaft ist; paradoxerweise gerade dort, wo die aktuelle Forschungsliteratur zunehmend ihr Phänomen – oder etwas zu ihrer Phänomenfamilie Gehöriges – zu finden scheint. Der kategoriale Zugriff durch das Raster der rätselhaften „Selbsttäuschung“ erweist sich dabei als reichlich problematisches Aktualisierungsmedium: Bei der Einverleibung geht vielfach gerade das kritische Potential der historischen Autoren verloren, durch das sie weniger zur Debatte beitragen als diese vielmehr – durchaus im Sinne Sartres, wenn auch auf je eigene Weise – problematisieren und bereichern können.

Aus dem geplanten systematischen Beitrag zu den „Rätseln der Selbsttäuschung“ wurde so eine „Dekonstruktion einer […] Debatte aus historischer Perspektive“, die den Sartre’schen Impuls eines „Durchdenk die Sache doch mal so!“ bei einer Reihe von Autoren auf je eigene Weise wiederfindet. Augustinus bringt mit seiner seductio sui ein dynamisch konstituiertes verkehrtes Selbstverhältnis ins Spiel, bei dem sich das Subjekt durch eine „falsche Imagination“, wie es Schelling später nennen wird, so von der Wahrheit wegführt, dass es den „Sündenfall“ in gewisser Weise immer wieder neu performativ vollzieht. (Das klingt anachronistisch und vielleicht eher kierkegaardianisch – aber derartiges blitzt tatsächlich schon bei Augustinus auf!) Kant wirbt mit seiner „inneren Lüge“ für eine bestimmte Form mangelhafter Gewissenhaftigkeit; Pierre Nicoles illusions sind so stark von sozialen Dynamiken getragen, dass sie sich kaum sinnvoll als „Selbsttäuschung“ ansprechen lassen. Und Pascal denkt viel zu verstockungstheoretisch, um Raum für Dynamiken des Sich-selbst-Täuschens zu lassen.

Genuinere „Selbsttäuschungsdenker“ – wenn auch mit einem eigentümlich weiten Phänomenverständnis – kommen ebenfalls zu Wort: etwa Daniel Dyke, dem wir den ersten systematischen Traktat zu einem ausdrücklich als self-deceit gefassten Phänomen aus dem Jahr 1614 zu verdanken haben und der im Hintergrund der ersten deutschsprachigen Selbstbetrugs- und Selbsttäuschungs-Debatten im 18. Jahrhundert steht. Diese Debatten rekonstruiere ich in groben Zügen und zeichne damit zugleich nach, welche theoretischen Widerstände die Rede von einem wörtlich gemeinten „Selbstbetrug“ zunächst hervorgerufen hat. Bei Wieland wird ihre Diskussion denn auch mit spitzer Ironie in „eine hübsche Gesellschaft“ verlegt, „wo diese Materie, mit aller Seichtigkeit […] durchgebeutelt wurde“. Umso bemerkenswerter ist, wie selbstverständlich sich die Kategorie heute auf sehr viel ältere und durchaus heterogene Phänomene zurückprojizieren lässt.

Damit verbundene Arbeiten (Auswahl)

Selbsttäuschung. Dekonstruktion einer (moral-)philosophischen Debatte aus historischer Perspektive (Tübingen, 2025).

„Würdewidrig und Grund des Bösen? Kant zur inneren Lüge“ (Kant-Studien, 2026).

„Deceiving oneself into faith? – On Pascal’s regimen and its implied conditions of success“ (Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, 2023)

b) Kierkegaard – Zu einem jüngeren Forschungsprojekt und einer Auswahl der damit verbundenen Arbeiten

Sofern Kierkegaard mit seinem pseudonymen Werk die Programmatik eines Hineintäuschens in das Wahre verbindet, das aus einem umfassenden „Sinnentrug“ befreien soll, führt meine Auseinandersetzung mit ihm – die von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert wurde – in gewisser Weise die Faszination fort, die das obige Projekt angetrieben hat. Doch verschieben sich die Akzente.

„Selbstverhältnisse dies- und jenseits des Ärgernisses“ (Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, 2026). Kierkegaard ist durch seinen Schreibstil für viele ein recht ärgerlicher Autor. Er ist auch einer, der das „Ärgernis“ als affektiven Abstoßeffekt des absoluten Paradoxes der Christologie zu einer zentralen Kategorie macht. Selig ist, wer in „die Möglichkeit des Ärgernisses“ gestellt ist – und sich nicht ärgert.

Mich interessiert in diesem Text, ob Kierkegaard theoretisch (und nicht nur exegetisch) gute Gründe hat, diese Disjunktion aus Ärgernis-Nehmen und Nicht-Ärgernis-Nehmen anzubieten (was ich durch eine Analyse der praktischen Identität der sogenannten „ethischen Existenz“ und einer bestimmten Konzeption der „Zusage“ bejahe). Die sehr Kierkegaard-immanente Frage führt auf direktem Weg zu systematisch relevanten Fragen: etwa nach der Möglichkeit einer grundlegenden Transformation praktischer Selbstverhältnisse oder zu der Frage, wie Freiheit gedacht werden muss, wenn „Gnade“ in ihre Bedingungen eingeht, ohne die Struktur der Freiheit als Selbstbestimmtheit zu kompromittieren.

„Ethik für Unsterbliche – ‚Offenbarwerden‘ als Arbeit am ultimativen Bewusstsein“ (Kierkegaard Studies Yearbook, 2025). Heidegger wird immer wieder mit Kierkegaard in Verbindung gebracht, sofern auch dieser dem Tod existenztransformative Kraft bescheinige. Ich schlage eine andere Lektüre vor: Bei Kierkegaard trägt nicht der Tod, sondern der Gedanke der Unsterblichkeit – genauer: eines göttlichen Endgerichts – die transformative Last. Mit ihm verbindet sich die Dringlichkeit, bereits in der Zeit als jene Verantwortungseinheit zu existieren, als welche jeder Einzelne ultimativ angeschaut wird. „Offenbarwerden“ bezeichnet dann die Arbeit an einem solchen „ultimativen Bewusstsein“ – und damit zugleich eine eigentümliche Konzeption praktischer Identität, in der die Frage, wer ich bin und sein soll, von der Frage nach demjenigen, als der ich mich zu verantworten habe, nicht zu trennen ist.

„Kierkegaards Angst-Abhandlung als ‚gottesfürchtige Satire‘“ (Kierkegaard Studies Yearbook, 2023). Hier gehe ich den eigentlich recht offensichtlichen ironischen Brechungen der berühmten Angst-Schrift nach. Nimmt man sie ernst, wird der theoretische Beitrag ihres ersten Kapitels subversiv gebrochen: Er ist keine „neutrale“ Theorie einer Aporie der Freiheit – sprich: des „Sündenfalls“ –, sondern die Selbstauskunft eines von tiefer Angst vor dem Guten und Bösen Gezeichneten, der durch die Art seines theoretischen Entwurfs (und indem er überhaupt zu diesem anhebt) die auf sich geladene Schuld von sich weist. Der Begriff Angst wird dadurch nicht weniger theoretisch faszinierend. Doch verschiebt sich die Pointe der Schrift.

c) Früheres und Wiederkehrendes: Heidegger und Sartre – ausgewählte Arbeiten

Heidegger war Gegenstand meiner Magisterarbeit, deren Kurzform – „Alle Wege führen zu Kant. Heideggers Vorlesung ‚Die Frage nach dem Ding‘ und die Programmatik einer ‚aneignenden Verwandlung‘ Kants“ – zu meiner ersten wissenschaftlichen Publikation wurde.

In einer neueren Arbeit zum einhundertsten Jubiläum von Sein und Zeit (für ein Sonderheft der Deutschen Zeitschrift für Philosophie) versuche ich, mit geburtstagsfreundlichem Wohlwollen meine früheren Lektüreeindrücke zu revidieren und einer zunächst eher ärgerlichen Zirkularität von Heideggers Gewissenskonzeption eine strukturelle Stimmigkeit einzuzeichnen. Dabei profitiere ich unter anderem von meinen jüngeren Arbeiten zu Zirkelstrukturen bei Kierkegaard.

Neben Heidegger ist Sartre ein immer wiederkehrender Gesprächspartner. Seine Konzeption eines präreflexiven Selbstbezugs habe ich in „Sartre über präreflexives Bewusstsein. Eine kritische Relektüre“ (Konzepte, 2017) untersucht. Die strukturelle Fruchtbarkeit seiner eigentümlichen Unterscheidung von (deskriptiver) Ontologie und (explanatorischer) Metaphysik, der ich in „Weltbegriff und Metaphysik in Das Sein und das Nichts“ (Phänomenologische Metaphysik, 2020) unter anderem nachgegangen bin, habe ich jüngst unerwartet in einer Arbeit zu Kierkegaard wiederentdeckt.

Die Arbeit „Determined to act. On the structural place of acting in Sartre’s ontology of subjectivity“ (The Routledge Handbook of Phenomenology of Agency 2020) mag ich, weil ich dort Sartres eigentümliche Konzeption des néant und einige der erstaunlich weitreichenden systematischen Erwartungen aufschlüssle, die er mit ihr verbindet. Besonders interessiert mich dabei Sartres Versuch zu erklären, warum Bewusstsein wesentlich handelndes Bewusstsein ist. Neben der setzenden Intentionalität des Gegenstandsbezugs lässt sich bei ihm eine projektive Intentionalität rekonstruieren: Bewusstsein entwirft in einer Art „Kurzschluss-Projektion“ einen Wert, wobei dieser Entwurf sich immer schon als praktisches Engagement in seine versuchte Verwirklichung vollzieht. Diese projektive Intentionalität prägt wiederum, wie uns die Welt begegnet: nicht als Welt bloßer Gegenstände, sondern als eine Welt von Aufgaben, Aufforderungen und Möglichkeiten des Handelns. Sartres Konzeption des Handelns wird so aus dem Horizont seiner Ontologie heraus entwickelt.

d) Miszellen

Kann man philosophisch zu Luther publizieren? Durchaus, vor allem wenn es um das Verhältnis von Sollen und Können geht – und wenn der persistente Eindruck zu revidieren ist, Luther sei ein vehementer Kontrahent der These „Sollen impliziert Können“. Tatsächlich bestreitet Luther diese These nicht, sondern vertritt sie leidenschaftlich. Denn sie aufzugeben – „Was ist das anderes, als aus Gott einen Tyrannen und Schinder (tyrannum et carnificem) zu machen, der von uns fordert, was wir nicht leisten können?“ (nach Kleinknecht, WA 40/1, 227, 19 f.)

Allerdings kennt Luther verschiedene Formen des „Gebrauchs“ eines „Sollens“: etwa einen, der – mit gleichsam didaktischer Funktion und als wäre er „quaedam Ironia seu irrisio“ (WA 40/1, 425, 32.28) – den Einzelnen gerade seines Unvermögens überführen soll. Mit dieser Fokussierung ficht Luther die These „Sollen impliziert Können“ nicht an. Vielmehr ist die Einführung dieses besonderen Gebrauchs an die These gebunden, dass ein gewöhnliches Sollen ein Können impliziert. Das zeige ich in „Geforderte Ohnmacht? Luther über ‚Sollen impliziert Können‘“ (Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, 2021).

Publikationen

Verzeichnis meiner bereits erschienenen Arbeiten

Monographien

Selbsttäuschung. Dekonstruktion einer (moral-)philosophischen Debatte aus historischer Perspektive, Tübingen 2025. [Habilitationsschrift, 657 Seiten]

Scheinbeziehungen. Von Scheingefühlen und anderen Scheinproblemen der analytischen Ästhetik, Münster 2013. [Dissertation, ca. 350 Seiten]

Herausgeberschaft

Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Geschichte der Philosophie, Paderborn 2010 (zusammen mit Roman Veressov).

Zeitschriftenbeiträge

Wissenschaftliche Aufsätze (peer-reviewed)
13.

„Selbstverhältnisse dies- und jenseits des Ärgernisses. Zu möglichen Pointen einer zirkulären Struktur bei Kierkegaard“, in: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie 68 (2026), 1–27.

12.

„Würdewidrig und Grund des Bösen? Kant zur inneren Lüge“, in: Kant-Studien 117 (2026), 46–73.

11.

„Ethik für Unsterbliche – ‚Offenbarwerden‘ als Arbeit am ultimativen Bewusstsein“, in: Kierkegaard Studies Yearbook 30 (2025), 145–176.

10.

„Kierkegaards Angst-Abhandlung als ‚gottesfürchtige Satire‘“, in: Kierkegaard Studies Yearbook 28 (2023), 28–58.

9.

„Deceiving oneself into faith? – On Pascal’s regimen and its implied conditions of success“, in: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie 65 (2023), 1–14.

8.

„Geforderte Ohnmacht? Luther über ‚Sollen impliziert Können‘“, in: Neue Zeitschrift für Systematische Theologie und Religionsphilosophie 63 (2021), 1–18.

7.

„Sünde als Selbsttäuschung? Von Tücke, Trotz und anderen epistemischen Widrigkeiten“, in: Kerygma und Dogma 67 (2021), 3–29.

6.

„Latent moods in Heidegger and Sartre: from being assailed by moods to not conceding to (some) moods that assail us“, in: Philosophia 45 (2017), 1563–1574.

5.

„Self-awareness and self-deception: a Sartrean perspective“, in: Continental Philosophy Review 49 (2016), 485–507.

4.

„Die Verhexung des Bewusstseins seiner selbst. Sartre und skeptische Traumargumente“, in: International Yearbook for Hermeneutics 14 (2015), 92–121.

3.

„Evaluative beliefs in a thought theoretical framework? A proposal for non-positing epistemic states“, in: Estetika 52 (2015), 23–38.

2.

„Als ob’s Gefühle wären. Warum auf Fikta bezogene und durch diese individuierte Gefühle dennoch keine als-ob-Gefühle sind“, in: Kodikas/Code – Ars Semiotika 34.3–4 (2014).

1.

„Morally corrupt aesthetic pleasure?“, in: The Journal of Aesthetic Education 48 (2014), 91–108.

Sammelrezensionen
4.

„Schattenwürfe der Transparenz. Klares und Undurchsichtiges zum Thema Selbstwissen“, in: Philosophische Rundschau 63 (2016), 60–94.

3.

„Phänomenologie und Wahrnehmung“, in: Philosophische Rundschau 60 (2015), 299–335.

2.

„Probleme der analytischen Ästhetik II: Darstellung, Bild und Einbildung“, in: Philosophische Rundschau 59 (2013), 323–347.

1.

„Probleme der analytischen Ästhetik I: Die Fiktum-Faktum-Kluft und deren Konsequenzen“, in: Philosophische Rundschau 58 (2013), 217–235.

Beiträge in Sammelbänden

Peer-reviewed
15.

„Determined to act. On the structural place of acting in Sartre’s ontology of subjectivity“, in: Christopher Erhard & Tobias Keiling (Hrsg.), Routledge Handbook on the Phenomenology of Agency, London 2020, 134–146.

Weitere Beiträge
14.

„Erschütterungen, wo ‚alles Beredtheit‘ ist“, in: Die (Un)Sichtbarkeit der Toten, herausgegeben von Tobias Hack, Malte Dominik Krüger und Dirk Pörschmann, Heidelberg 2026, 45–61.

13.

„Ein animal rationale habens cor fingens? Philosophische Exkurse zur Imagination an einem philosophisch ungewöhnlichen Leitfaden“, in: Walter Ötsch (Hrsg.), Das Imaginative der Politischen Ökonomie, Marburg 2024 (Band 15 der Reihe Kritische Studien zu Markt und Gesellschaft), 32–58.

12.

„Epistemische Unfreiheit und ihr Anderes im Ausgang von Kierkegaard“, in: Ryu Okazaki (Hrsg.), Religionsphilosophie in und nach der Klassischen Deutschen Philosophie, Berlin 2024, 225–243.

11.

„Kraft und Ohnmacht des Als-Ob. Anmerkungen zu Pascal“, in: Malte Dominik Krüger (Hrsg.), Religion, Fiktion, Wirklichkeit, Leipzig 2021.

10.

„Wer lässt sein Subjekt staunen? Thesen zu einer Art des Staunens in der (philosophischen) Theoriebildung“, in: Timo Kehren, Carolin Krahn, Georg Oswald und Christoph Poetsch (Hrsg.), Staunen. Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur, Paderborn 2019, 57–77.

9.

„Göttliche Fluchtlinien im Selbstbezug? Sartre über Selbstbewusstsein, Negativität und das Reale“, in: Rodolphe Calin, Tobias Dangel und Roberto Vinco (Hrsg.), Die Tradition der Negativen Theologie in der deutschen und französischen Philosophie, Heidelberg 2018, 199–230.

8.

„Sartre über präreflexives Bewusstsein. Eine kritische Relektüre“, in: Gunnar Hindrichs (Hrsg.), Konzepte Band 3: Bewusstsein, Frankfurt 2017, 47–100.

7.

„Kunstbefremdung“, in: Werner Fitzner (Hrsg.), Kunst und Fremderfahrung. Verfremdungen, Affekte, Entdeckungen, Bielefeld 2016, 141–158.

6.

„Vom logischen Selbstmord, dem Wert des absurden Lebens und Camus’ Logik bis zu deren Tode“, in: Laura Böckmann, Andrée Gerland, Malin Elsen und Karin Amos (Hrsg.), Per Absurdum. Das Absurde als Lebensentwurf und Denkmodell. 11 Versuche, Münster 2016, 92–112.

5.

„Wie spricht es sich eigentlich? Heidegger zum Ich-Gebrauch“, in: Tobias Keiling (Hrsg.), Heidegger in Marburg, Frankfurt 2013, 39–56.

4.

„How depictive representations mandate pretense by being recognised in terms of what they depict“, in: Proceedings of the European Society of Aesthetics (2013).

3.

„Versuch einer einleitenden historisch-systematischen Rekonstruktion“, in: Simone Neuber und Roman Veressov (Hrsg.), Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Geschichte der Philosophie, Paderborn 2010, 7–33.

2.

„Kant – Das Bild empirischer Erkenntnis“, in: Simone Neuber und Roman Veressov (Hrsg.), Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Geschichte der Philosophie, Paderborn 2010, 123–139.

1.

„Alle Wege führen zu Kant. Heideggers Vorlesung ‚Die Frage nach dem Ding‘ und die Programmatik einer ‚aneignenden Verwandlung‘ Kants“, in: Bärbel Frischmann (Hrsg.), Sprache – Dichtung – Philosophie. Heidegger und der Deutsche Idealismus, Freiburg 2010, 174–190.

Handbuchbeiträge

2.

„Weltbegriff und Metaphysik in Das Sein und das Nichts“, in: Tobias Keiling (Hrsg.), Phänomenologische Metaphysik, Tübingen 2020, 201–223.

1.

„Beauty“, in: Hans-Rainer Sepp und Lester Embree (Hrsg.), Handbook of Phenomenological Aesthetics, Dordrecht 2010, 33–40.

Lehre

Eigenständige und kooperative Lehrveranstaltungen

Veranstaltungen der letzten Jahre

Schwäbisch Gmünd · Notre Dame · Tübingen · Jena · HfPol
  • RegelnPH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2026/27
  • Skizzen der (Un-)FreiheitPH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2026/27
  • Deep Reading – Ein philosophisches MuskeltrainingPH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2026/27
  • Einführung in die „Buchreligionen“PH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2026/27
  • Eine kleine Einführung in die philosophische EthikPH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2026
  • Vom Sinn des Lebens und anderen „großen Fragen“PH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2026
  • Ihre Zeit in Gedanken erfasst – philosophische Reflexionen anhand von aktuellen Schlagzeilen und TitelthemenPH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2026
  • Menschenbilder – Eine Einführung in die philosophische AnthropologiePH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2026
  • Kritisches DenkenPH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2025/26
  • Freiheit (unter anderem der Meinungsäußerung)PH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2025/26
  • Einführung in die politische PhilosophiePH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2025/26
  • Wertschätzung – eine theoriegeleitete SelbsterfahrungPH Schwäbisch Gmünd · WiSe 2025/26
  • Angriff ist die beste Verteidigung und Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Die sprichwortgewordene Alltagsmoral auf dem PrüfstandPH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2025 & WiSe 2026/27
  • Bist Du sicher? Zu den philosophischen Dimensionen dieser FragePH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2025
  • Warum soll ich eigentlich welcher Regel wie folgen?PH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2025
  • LiebePH Schwäbisch Gmünd · SoSe 2025
  • Meinungsverschiedenheiten aus philosophischer PerspektiveHauptseminar · Jena · WiSe 2024/25
  • Über Lüge und WahrhaftigkeitHauptseminar · Jena · SoSe 2024
  • Self-Deception and SincerityNotre Dame · WiSe 2023
  • Kierkegaard. Die Krankheit zum TodeÜbung · Tübingen · SoSe 2023
  • HassHauptseminar · Jena · SoSe 2023
  • Grundprobleme der Ethik IIVorlesung · HfPol · SoSe 2023 & 2024
  • Ethik der VerletzlichkeitHauptseminar · Tübingen · WiSe 2022/23
  • Das Böse in der PhilosophieProseminar · Jena · WiSe 2022/23
  • Grundprobleme der Ethik IVorlesung · HfPol · WiSe 2022/23 & 2023/24
  • Kierkegaard. Eine Annäherung anhand zentraler ProblemeHauptseminar · Tübingen · SoSe 2022
  • Hineintäuschen in das Wahre – zu Kierkegaards MethodeHauptseminar · Jena · SoSe 2022
  • Macht Wahrheit Freiheit – Grundlagen und Hemmnisse epistemischer FreiheitHauptseminar · Tübingen · WiSe 2021/22

Frühere Veranstaltungen

Basel · Heidelberg · Freiburg · Tübingen

Fortgeschrittenenseminar

  • Subjektivität und Endlichkeit – Heidegger und LevinasHeidelberg · SoSe 2019 · mit Prof. Dr. Wenjing Cai, Shanghai

Hauptseminare

  • Klassische Positionen der ReligionsphilosophieBasel · SoSe 2021
  • Kierkegaard. Der Begriff AngstHeidelberg · SoSe 2020
  • Pascal. PenséesHeidelberg · WiSe 2019/20
  • Kant. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen VernunftHeidelberg · WiSe 2018/19
  • Schelling. Über das Wesen der menschlichen FreiheitHeidelberg · SoSe 2018
  • (Ir)RationalitätHeidelberg · SoSe 2017
  • Kierkegaard. Freiheit, Angst, VerzweiflungHeidelberg · WiSe 2016/17
  • Sartre über BewusstseinHeidelberg · SoSe 2016
  • Gewissen und MoralbegründungHeidelberg · SoSe 2015
  • Konzeptionen des Unbewussten aus philosophischer PerspektiveHeidelberg · WiSe 2014/15
  • Kant. Kritik der reinen VernunftFreiburg · SoSe 2014; Heidelberg · WiSe 2014/15
  • Selbstbetrug als philosophisches ProblemFreiburg · WiSe 2013/14
  • Husserl. Ideen IHeidelberg · SoSe 2013
  • Martin Heidegger. Grundprobleme der PhänomenologieHeidelberg · SoSe 2012

Proseminare

  • Hegel. Der Begriff der ReligionHeidelberg · SoSe 2020
  • Descartes. MeditationesHeidelberg · WiSe 2018/19
  • Augustinus. ConfessionesHeidelberg · SoSe 2018
  • Kierkegaard. Die Krankheit zum TodeHeidelberg · WiSe 2017/18
  • Schuld und VerantwortungHeidelberg · SoSe 2017
  • Augustinus. Über den freien WillenHeidelberg · WiSe 2015/16
  • Streifzüge durch die Abgründe der menschlichen Natur. Von der französischen Moralistik zu NietzscheHeidelberg · SoSe 2015
  • Erkenne Dich selbst!Heidelberg · SoSe 2014
  • Husserl. V. Logische UntersuchungHeidelberg · WiSe 2012/13
  • Husserl. Phantasie und NeutralitätHeidelberg · WiSe 2011/12
  • Sartre. Das Sein und das NichtsHeidelberg · WiSe 2011/12
  • Sartre. Ich, Selbst, BewusstseinHeidelberg · SoSe 2011
  • Theorien der EinbildungskraftTübingen · SoSe 2010
  • Bild und BildbewusstseinTübingen · WiSe 2009/10
  • Ästhetische EinstellungTübingen · SoSe 2009

Interpretationskurs

  • Sartre. Das Sein und das NichtsFreiburg · WiSe 2013/14

Vorlesungen

  • Einführung in die PhilosophieHeidelberg · WiSe 2019/20 · im Wechsel mit PD Dr. Simon Dierig

Weitere Lehrformate

Weitere Veranstaltungen im Rahmen von Gastdozenturen in China (Renmin University of China, Fudan University & Huaqiao University in Xiamen) und St. Petersburg.

Sommer- bzw. Winterschulen

Gemeinsame Leitung der Winterschule „Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts – Mein Dasein aus Sicht existentialistischer Philosophie.“ Eine Veranstaltung des Ressorts Forschungsförderung für Promovend*innen (Ev. Studienwerk Villigst) · Februar 2024 · Langeoog.

Curriculum Vitae

Akademischer Lebenslauf

Akademische Stationen

seit 04/2025
Vertretungsprofessur für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie
PH Schwäbisch Gmünd
11/2023–03/2024
Professur für Berufsethik (50 %)
Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
08–12/2023
Max Kade Distinguished Visiting Professor
University of Notre Dame · Indiana, USA
08/2021–03/2025
Projektstelle für ein eigenes Forschungsprojekt zu Søren Kierkegaard
Evangelisch-Theologische Fakultät · Universität Tübingen · gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung (mit Unterbrechungen)
02–07/2021
Assistenzvertretung am Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie
Universität Basel
2014–2020
Akademische Rätin a. Z.
Philosophisches Seminar · Universität Heidelberg
2013–2014
Assistenzvertretung
Universität Freiburg
2011–2013
Postdoc
Universität Heidelberg · Forschungsaufenthalt an der Universität Genf
2007–2010
Mentorin mit Lehrauftrag
Universität Tübingen

Akademischer Werdegang

2021
Habilitation und venia legendi für Philosophie · Universität Jena
Selbstbetrug. Eine archäologische Spurensuche
2011
Promotion in Philosophie (summa cum laude) · Universität Tübingen
Scheinbeziehungen. Von Scheingefühlen und anderen Scheinproblemen der analytischen Ästhetik
2006
Magister Artium in Philosophie und Neuerer Englischer Literatur · Universität Tübingen
2003–2004 Studienjahr an der SUNY at Stony Brook · New York, USA

Sonstige internationale Gastdozenturen (englischsprachig)

2017
Staatliche Universität St. Petersburg
2013 & 2014
Huaqiao University · Xiamen, China
2012
Renmin University · Peking & Fudan University · Shanghai, China

Ausgewählte Förderungen

2021
Forschungsprojekte zu Søren Kierkegaard · Fritz Thyssen Stiftung
bewilligt für insgesamt 33 Monate; mit Unterbrechungen
2023
Max Kade Distinguished Visiting Professorship · University of Notre Dame
2012–2013
Postdoc-Stipendium · Fritz Thyssen Stiftung